Titelbild, Startfolie der Präsentation vom KI-Café der Bundesnetzagentur.

Vortrag zu Datenakquise und Datenpooling bei Bundesnetzagentur

Das Event der Bundesnetzagentur

Welche Rolle kann künstliche Intelligenz beim Ausbau von Versorgungsnetzen wie der Telekommunikation spielen? Die Bundesnetzagentur lud unter dieser Fragestellung – hier mit dem Fokus auf Datenakquise und Datenpooling – am 09. November 2022 zu einem Online-Event ein.

Als Experten waren Herr Benedikt Kind (Leiter Grundsatzfragen Regulierung, Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.), Frau Anja Hopfstock (Bundesamt für Geodäsie und Kartographie) und unser Geschäftsführer Max Erdmann gemeinsam mit unserem Vertriebsleiter Philipp Buttmann zu Gast. Jedes eingeladene Unternehmen betrachtete das Thema dabei aus einem anderen Blickwinkel.

Netzbetreiber: es braucht einheitliche Daten

Herr Kind stand stellvertretend für die Rolle der Netzbetreiber. Er präsentierte vor allem drei Bereiche, in denen KI den Netzausbau maßgeblich unterstützen kann. Neben der Netzplanung helfe sie auch bei der Leitungsdokumentation und der Ermittlung der Bestandsinfrastruktur. 

Speziell zur Bestandsinfrastruktur stellte Herr Kind heraus: »Wir haben ja heute das Problem, dass die Infrastrukturen, die im Boden liegen, gewachsen sind historisch. Vieles ist in sehr unterschiedlichen Formen erfasst worden. Vieles auch händisch in Form analoger Pläne und Rasterkarten. Die Idee ist, daraus ein Informationstool zu machen, das dann auf 3D-Basis zeigt, dass alles schon vorhanden ist.«

Mit Vaira digital und einheitlich Bauprozesse dokumentieren

Die zweite Präsentation des Events übernahmen dann Max und Philipp aus unserem Team. anknüpfend an den ersten Beitrag konnten wir mit Vaira die passende Lösung anbieten, um Dokumentationen auf der Baustelle einheitlich zu erfassen. Denn – das war allen Beteiligten klar: es braucht eine solide Datengrundlage, um künstliche Intelligenz zu trainieren.

In der Präsentation legten wir besonderen Fokus auf die Augmented-Reality-Vermessung mit dem Smartphone. Aber auch digitale Formulare, die einfache Übernahme digitaler Schweißprotokolle aus den Geräten heraus und die einfache Übertragung von erfassten Einmessskizzen ins GIS fand Anklang. Mit diesen Werkzeugen, so Max, könne Herausforderungen wie dem Übertragungsausschuss, firmeninternen Kataster-Silos und Fachkräftemangel erfolgreich begegnet werden. Digitales Arbeiten schaffe hier Abhilfe.

Die Begeisterung für Vaira sprang auch auf Moderatorin Julia Marquier von der Bundesnetzagentur über:

»Also ich find das ganz beeindruckend, was möglich ist und ich bin mir auch ganz sicher, dass viele TK-Unternehmen und Baudienstleister erleichtert sind, mit Ihrer App zu arbeiten. Es sieht auf jeden Fall deutlich einfacher aus.«

Julia Marquier, Referatsleiterin bei der Bundesnetzagentur

Bundesamt für Geodäsie und Kataster: Daten verfügbar machen

Im Anschluss an unseren Vortrag stellte Frau Anja Hopfstock vom Bundesamt für Geodäsie und Kataster noch eine Möglichkeit vor, wie erfasste Massendaten sichtbar und nutzbar gemacht werden können. 

An drei Standorten und mit rund 350 Expertinnen und Experten entwickelt das Bundesamt mehrere Lösungen, um Datensätze zu sammeln und verfügbar zu machen. In Form eines Baukastensystems können mehrere Daten-Layer visualisiert und zur Arbeit zusammengeschaltet werden. Nutzer können so über digitale Atlanten Informationen zu Hochwassern, Dürren, Hitze und Waldbrandgefahr besser miteinander in Verbindung bringen. 

Zwei Projekte stehen dabei aktuell im Fokus. Zum einen das Erweitern des Datenbestandes in Zusammenarbeit mit allen Bundesländern. Zum anderen das Erstellen eines digitalen Zwillings Deutschlands, der als 3D-Modellwelt die wichtigsten Points of Interest und Fachwissen rund um Wetterdienste, Wasserkunde und Daten des Statistischen Bundesamts umfassen soll. 

Im Zentrum stehen immer die Daten

Über das Event hinweg wurde klar, dass digitale Daten das A und O für moderne Arbeit sind. Auch künstliche Intelligenz kann nur dann sinnvoll und wertbringend eingesetzt werden, wenn die Datengrundlagen ein Training ermöglichen. 

Die Veranstaltung der Bundesnetzagentur brachte hierzu drei Akteure zusammen: die Netzbetreiber, die Daten erfassen, aber einheitliche und verlässliche Daten benötigen. Vaira, die eine Lösung bieten, Baustellen einfach, einheitlich und verlässlich zu erfassen. Und schließlich das Bundesamt für Geodäsie und Kataster, die Anwendungen entwickeln, um die erfassten Daten für die Forschung und Wissensgenierung nutzbar zu machen.

Wir waren gern Teil dieser innovativen Runde und bedanken uns bei der Bundesnetzagentur für die Einladung zu ihrem Event. Für Interessierte: Die Bundesnetzagentur stellt in ihrer Mediathek eine Aufzeichnung des Events zur Verfügung.

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